Beitrag von Sascha Burkhardt, erschienen im Frühjahr 1998 in der Fachzeitschrift für Segler:
PALSTEK
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Caulerpa Taxifolia - der grüne Killer des Mittelmeers?
Seit geraumer Zeit macht eine tropische Grünalge Schlagzeilen: Caulerpa Taxifolia ist der wissenschaftliche Name des knallgrünen Gewächses, das sich explosionsartig im Mittelmeer ausbreitet. Natürliche Feinde hat die eingeschleppte Alge nicht: sie kann sich ungestört vermehren, wächst auf den unterschiedlichsten Gründen und bedroht andere Organismen durch Überwucherung. In den Zeitungstiteln hat die Alge denn auch schlagkräftige Bezeichnungen bekommen: schon kurz nach ihrer Entdeckung wurde sie in den französischen Medien zur “Killeralge”. Die Meldungen über eine ökologische Katastrophe schwappten bald nach Deutschland: “Algenkrieg im Mittelmeer” titelte der SPIEGEL schon 1991. Die Süddeutsche Zeitung sprach kurz darauf von der “Grünen Pest”, die Welt nannte sie ”Monster”, und wieder andere fragten: “Caulerpa - Biologischer GAU im Mittelmeer?”. Seitdem beschäftigt das als “Schimmernde Schönheit” verkappte “AIDS des Meeres” regelmäßig die europäischen Medien.
Angefangen hat alles 1984, als direkt unterhalb des Ozeanographischen Museums von Monaco eine kleine Kolonie der Alge entdeckt wurde. Der gerade mal einen Quadratmeter großen Ansiedlung wurde zunächst keine große Bedeutung beigemessen. Erst fünf Jahre später kam ein Spezialist vor Ort, um die seltsame Präsenz der tropischen Alge im Mittelmeer genauer unter die Lupe zu nehmen: der Professor Alexandre Meinesz von der Universität Nizza war von einem seiner Studenten auf die “Taxifolia” aufmerksam gemacht worden. Eine tropische Alge, die direkt vor Monaco im Meer wächst und nicht nur die Wintersaison übersteht, sondern sich zudem noch von Jahr zu Jahr vermehrt? Diese Entdeckung mußte den Professor brennend interessieren: die Gattung “Caulerpa”, von der es mit der “Caulerpa prolifera” auch eine mediterrane Art gibt, war schließlich Gegenstand seiner Diploms- und Staatsexamensarbeit gewesen. Auch die “Caulerpa Taxifolia” hatte er selbstverständlich schon in tropischen Korallenriffs in der Karibik und Polynesien “geerntet”, wo sie spontan in kleineren Ansammlungen vorkommt. Aber im Mittelmeer war die “Taxifolia” noch nie gesehen worden.
Seine Überraschung bei dem ersten Tauchgang im Jahre 1989 beschreibt Alexandre Meinesz anschaulich in seinem Buch “Der schwarze Roman der “Killer-”Alge””: “Alles schien von einem grünen Teppich bedeckt zu sein. Ich wollte meinen Augen nicht glauben: die Caulerpen deckten alles zu. Es war wundervoll und erstaunend: ich hatte das Gefühl, nicht mehr im Mittelmeer zu sein.” In einem weiten Umkreis hatten die knallgrün leuchtenden Algen den Meeresgrund erobert.
Für Alexandre Meinesz gab es keine Zweifel an der Herkunft der “Taxifolia”: der grüne Teppich breitete sich direkt unter den Fenstern des Ozeanographischen Museums aus, dessen Aquarien mit der gleichen Algenart reich geschmückt waren. Ob sie nun durch den Meerwasser-Ansaugstutzen in das Mittelmeer gelangt sei oder auf andere Art, war dem Professor zweitrangig. Ihn beunruhigte vielmehr, daß sich die Alge ungewöhnlich schnell auszubreiten schien. Im Gegensatz zu den tropischen Gewässern, wo die “Taxifolia” eher isoliert vorkommt, hatte sich hier eine riesige dichte Kolonie gebildet. Sie schien zudem auf allen Böden gleich gut zu wachsen, hatte ungewöhnlich große “Blätter” und... war immun gegen die winterliche Kälte des Mittelmeers! Weitergehende Untersuchungen ließen ebenfalls an eine genetisch mutierte Art denken: die im Mittelmeer gefundene “Taxifolia” enthielt mehr Giftstoffe als ihre tropische Schwester.
Gerade diese Tatsache hat zu den “Giftalgen”-Schlagzeilen geführt. Dabei
war nie ernsthaft behauptet worden, die Giftstoffe seien eine Gefahr für Menschen - es ist vollkommen harmlos, die Algen zu berühren, und die enthaltenen Toxine scheinen sich nicht in der Nahrungskette anzureichern. Für die natürlichen Algenfeinde allerdings ist diese “Taxifolia”-Form zu giftig: vegetarische Seeigel zum Beispiel ließen sich in Laborversuchen lieber vor Hunger sterben als von der “grünen Schönen” zu kosten.
Keine natürlichen Feinde, eine erstaunliche Anpassung an die unterschiedlichsten Böden, eine unglaubliche Kälteresistenz : für den Professor Meinesz mußte die Summe dieser Faktoren zwangsläufig zu einer unkontrollierbaren Proliferation im Mittelmeer führen. Und eine solche Vermehrung sei eine ernste Gefahr für die “Biodiversität”: dort, wo sich die Taxifolia ausbreitet, ist kein Platz mehr für andere Pflanzen wie das Posidoniagras, das nur wenige Zentimeter pro Jahr wächst. Ganz im Gegensatz zur Taxifolia,die gerade wegen ihrer leichten Vermehrung bei den Aquariophilen so beliebt ist. Und wer hätte gedacht, daß sie die Temperaturen des winterlichen Mittelmeers überstehen würde? In ihrer Heimat wird die Taxifolia in keinem Gewässer angetroffen, dessen Temperatur unter 20 Grad fällt. Die vermutlich genetisch veränderte Form vor Monaco hielt mehrere Winter mit Temperaturen unter 10 Grad aus...
Niemand weiß, wann die Verwandlung stattgefunden hat. In am häufigsten angeführten Hypothese hat der mediterrane “Taxifolia”-Stamm sogar einen Umweg über Deutschland gemacht. Von den Tropen sei die Taxifolia in den Wilhelma-Zoo in Stuttgart gebracht worden, wo als Dekoration in den tropischen Becken diente. Im Rahmen des normalen Austauschs zwischen den öffentlichen Aquarien seien einige Exemplare an das Ozeanographische Institut von Paris und Nancy gebracht worden, von wo aus unter anderem das Institut von Monaco beliefert wurde. Eine große Anzahl öffentlicher Aquarien schmückte ihre tropischen Becken mit der “schönen Grünen”. In welchem Moment der Algenstamm seine ungewöhnliche Resistenz erworben hat, kann niemand genau sagen.
Sicher ist allerdings, daß sich die Caulerpa nun tatsächlich mit großer Geschwindigkeit ausbreitete. Aus dem ursprünglichen Quadratmeter vor dem monegassischen Felsen war ein Hektar geworden, und kurze Zeit später tauchten Tochterkolonien an anderer Stelle auf, nämlich knapp drei Meilen weiter östlich am Cap Martin - in Gegenrichtung der dort üblichen Ostströmung. Für den Professor konnte das nur heißen, daß die Alge von den Netzen der Fischer und den Ankergeschirren der Sportboote verschleppt wurde. Und tatsächlich kann die Taxifolia unter optimalen Bedingungen in einem Ankerkasten bis zu 10 Tage lang überleben - Zeit genug also, eine ordentliche Reise zu unternehmen.
Im September 1990 wurden die ersten Exemplare der Alge vor Toulon entdeckt, und schon an Weihnachten 1991 titelte die “Nice Matin”: ´”Die Killeralge hat die Rhône übersprungen” - in St. Cyprien kurz vor der spanischen Grenze war mitten im Hafen eine große Kolonie entdeckt worden. Und die einzelnen Kolonien, die sich zwischenzeitlich an der Côte d’Azur gebildet hatten, wuchsen zu großflächigen Taxifolia-Teppichen zusammen. Einige Berufsfischer-Verbände starrten ängstlich auf die grünen Algenwiesen, die sich unter ihren Netzen ausbreiteten.
Alexandre Meinesz, der dem grünen Gewächs den totalen Krieg angesagt hatte, mußte fortan allerdings nicht nur an der Algenfront kämpfen. Zumindest schildert er eindrucksvoll in seinem Buch, wie er ab 1990 an die vergeblich an die verschiedensten Türen klopfte und dennoch der einsamer Rufer in der Wüste blieb. Ämter, Ministerien, ja selbst das IFREMER, staatliches Institut zur Meeresüberwachung, habe seine Kassandra-Rufe zunächst nicht erhören mögen. Zudem kam, daß sich die Gemeinschaft der Meeresbiologen in zwei Lager zu spalten schien. Auf der einen Seite, vereinfacht gesagt, die “Alarmisten” um den Professor Meinesz, auf der anderen Seite eine kleine Gruppe von “Abwieglern” um den Professor Doumenge, Direktor des... Aquariums von Monaco!
Denn man fand in Monaco, daß die Aufregung um die Alge doch übertrieben sei. Schließlich besiedele die Taxifolia ja auch und vor allem verschmutzte und verschlickte Gründe, wo vorher im wahrsten Sinne des Wortes “kein Gras” mehr wuchs. Und die Gefährlichkeit für das Ökosystem Mittelmeer sei auch längst nicht bewiesen. Desweiteren sei es überhaupt nicht sicher, daß die Alge aus dem monegassischen Aquarium entwichen sei. “Die haben Angst vor Schadensersatz-Prozessen...”, munkelt es hinter vorgehaltener Hand im Lager von Meinesz. “Die wollen sich mit ihren Warnrufen Subventionen für Ihre Labors erkämpfen...” dröhnt es auf der anderen Seite. Schließlich sei es ja ein Glücksfall für das finanzschwache Labor des Alexandre Meinesz gewesen, daß in Monaco, nur wenige Kilometer von Nizza entfernt, auf einmal die Alge auftaucht, die schon immer das Steckenpferd des Professors gewesen war!
Während sich die Caulerpa Taxifolia weiterhin ausbreitet, dauert der Streit bis heute an - in Paris wird im Februar das Urteil in einem weiteren Diffamationsprozeß zwischen den Parteien gefällt werden. Und im Dezember 1997 erschien ein großer Beitrag in dem Magazin “Science et Vie”, der den “Algenskandal” ebenfalls als dunkle Machenschaft und heraufgespielte Banalität darstellt, dessen Zweck gewesen sei, europäische Fonds für die Forschungslabors der “Alarmisten” zu gewinnen. Der Artikel greift zudem ein altes Argument der “Beschwichtiger “auf und führt die Einwanderung der tropische Alge via Rotes Meer und Suezkanal in das Mittelmeer als Theorie an. Die Strömungen habe die Taxifolia eben an einigen Stellen abgesetzt, und gerade in Monaco sei sie zum ersten Mal aufgefallen. Eine andere These spekuliert, daß die Algenart früher im Mittelmeer existiert habe, dann zeitweilig erloschen sei, um wieder aufzuerstehen. Der Professor Meinesz findet solche Theorien unglaubhaft: “Das ist so wie wenn fünfzig Meter von einem großem Pariser Zoo entfernt auf einmal ein Löwe auf der Straße sitzt und man Ihnen krampfhaft zu beweisen versucht, daß er direkt aus Afrika eingewandert ist, und daß es schließlich zu Urzeiten in der Pariser Gegend auch mal Löwen gegeben hat!” Auch einige andere Labors halten solche Argumentationen für mehr als wackelig und sehen in dem “Science et Vie”-Beitrag eine “unwissenschaftlich formulierte Verschwörung” aus der Ecke der “Abwiegler”.
Kurz nachdem die Alge im Sommer 92 auch auf den spanischen Balearen und in Italien aufgetaucht war, hat sich auch die Europäische Gemeinschaft in die Forschung investiert: sie finanziert die Arbeit von zwanzig Labors in Frankreich, Italien und Spanien. In Frankreich wurde die Haltung und der Verkauf der Taxifolia verboten, um Verbreitungen durch Aquarienfreunde zu verhindern. Großangelegte Informationsaktionen wurden gestartet: so liegen in den französischen Tauchershops und bei manchen Shipchandlern Informationsbroschüren in meheren Sprachen aus, die die Meeresliebhaber zur Wachsamkeit und zur Vorsicht auffordern:” Teilen Sie uns mit wenn Sie solche Kolonien entdecken, und vermeiden Sie vor allem, die Alge weiter zu verschleppen: reinigen Sie ihre Anker von Algenresten und werfen Sie diese erst an Land wieder weg”.
Denn der Hauptübertragungsfaktor der Taxifolia ist nach Meinung der meisten Wissenschaftler eben die Verschleppung. Die leuchtende Grüne kann sich wie die anderen Algen normalerweise auf zwei Wegen vermehren: durch geschlechtliche Fortpflanzung und durch Ableger. Die geschlechtliche Vermehrung ist im Mittelmeer allerdings noch nicht beobachtet worden, und alle Kolonien könnten von einem Urfragment abstammen. Besonders erstaunlich ist für den Laien die Tatsache, daß jede “Taxifolia”-Alge mit ihrem Stil, den Ästchen und den “Blättern” im Prinzip nur aus einer einzigen gigantischen, bis zu zwei Meter großen Zelle besteht. Im Innern schwimmt eine große Zahl von Zellkernen: wenn ein Stück Alge abgerissen wird und einen oder mehrere Kerne mitnimmt, kann dieser Ableger eine neue Kolonie bilden. Für ein einzelliges Wesen ist die Taxifolia zudem hochentwickelt: die wurzelähnlichen “Rhizoide” dienen nach jüngsten Erkenntnissen nicht nur zum “Festhalten” im Grund, sondern können sogar Nährstoffe aufnehmen - wie echte Wurzeln einer komplexen Pflanze. Eine weitere interessante Erkenntnis ist, daß die Giftstoffe, die das Gewächs vor Fraß und Bakterienbefall schützen, Zellteilungen stoppen sollen: Tumorforscher sehen hier nebenbei neue Möglichkeiten, den “grünen Killer” zum allgemeinen Wohl zu nutzen.
Die befallene Fläche soll nach jüngsten Schätzungen schon auf 3000 Hektar angewachsen sein. Erstaunlich ist dabei, daß die Alge einige Gegenden vollkommen verschmäht: an den beliebten Ankerplätzen der Costa Brava zum Beispiel wurde Sie genausowenig gesichtet wie auf der Insel Korsika. Dabei liegt die größte befallene Fläche bei Monaco - und damit recht nahe an der üblichen Seglerroute Antibes - Korsika.
Alle bis jetzt erprobten Maßnahmen gegen den unerwünschten Eindringling haben sich als nicht ausreichend effizient erwiesen: manuelles Herausreißen durch Taucher, Vereisen mit Eiswürfeln, Abdecken durch Planen, Verbrennen durch Heißwasser oder Unterwasserfackeln... im jetzigen Stadium der Ausbreitung ist es für diese Vernichtungskriege zu spät. “Habe ich doch damals schon gesagt”, triumphiert Meinesz bitter. “Das wäre damals noch gegangen, wenn man gehandelt hätte, statt steril zu diskutieren”. Was hat man der grünen Siegerin des biologischen Verdrängungswettbewerbs nicht alles angetan, um sich ihrer zu entledigen! Auf den Balearen zum Beispiel organsierten die spanische Behörden großangelegte manuelle Ausreiß-Aktion durch Taucher. Im französischen Hafen von St. Cyprien dagegen wurde der Algenteppich mit Tonnen von Meeressalz überschüttet. Die Idee war nicht schlecht: nach getaner Arbeit löst sich das Salz in seinem natürlichen Milieu wieder auf. Aber auch hier waren die Erfolge mager: das große “Taxifolia”-freie Loch in der Kolonie war bald wieder neu besiedelt. “Nach dem Salz fehlt jetzt nur noch der Pfeffer auf dem Nizza-Salat”, höhnten die Einwohner von St. Cyprien in Anspielung auf die Ursprungsgegend der grünen Invasion.
In eine Waffe setzen die Forscher aber besonders große Hoffnungen: eine kleine tropische Schnecke soll der Taxifolia den Garaus bereiten. Das Prinzip “Killerschnecke” gegen “Killeralge” klingt vielversprechend. Die kleine tropische Schnecke ist vermehrungsfreudig, ganz versessen auf Taxifolia und zudem immun gegen ihr Gift. Mit ihrem speziellen Mundwerkzeug raspelt das Weichtier die “Haut” der Alge auf und saugt ihren Saft auf - die Alge geht daraufhin ein. Die Schnecke hat sich bei ihrem Mahl nicht nur den Bauch vollgeschlagen, sondern nutzt die Taxifolia noch weiter aus: die aufgenommenen Giftstoffe schützen das Tier vor Freßfeinden, und die ebenfalls aufgesaugten Chloroplasten werden unter der Haut abgelagert. In den Tropen, wo die Taxifolia-Tische weniger reich gedeckt sind und zudem weit auseinanderliegen, benutzt die Schnecke die immer noch funktionierende Photosynthese der Chloroplasten als “Solarbatterie” und Energielieferanten für ihren Marsch zur nächsten Algen-Kolonie!
Auch wenn man davon ausgehen kann, daß die Schnecken nach dem Aussetzen selbst bei unkontrolliertem Wachstum spätestens im nächsten Winter wieder eingehen würden, wollen die Forscher diese Art der biologischen Bekämpfung nochmals gründlich überdenken - schließlich würde man einen weiteren Eindringling in das Ökosystem Mittelmeer importieren, und niemand möchte den Teufel mit dem Beelzebub austreiben!
Für uns Segler sind die Auswirkungen noch nicht offensichtlich: überm Wasser sieht das Mittelmeer noch genauso aus wie früher! Und selbstverständlich sind die “letzten algenfreien Häfen” nicht etwa für “Sportboote gesperrt”, wie BILD AM SONNTAG kürzlich phantasierte! Nein, das Seglerleben auf dem “Großen Blauen” geht normal weiter bis auf die kleine Einschränkung, daß nach jedem Ankeraufholen eine gründliche Inspektion des Ankergeschirrs ansteht. Die abgepflückten Fragmente der Taxifolia sollten dann nicht ins Wasser zurück geworfen werden, sondern beim nächsten Landgang in den Mülleimer kommen. Taxifolia-Funde sollten auf der “Hotline” gemeldet werden, um die Kartographie der Forscher zu vervollständigen.
Abgesehen von diesen geringfügigen Zwängen leidet der Segelspaß nicht unter dem “AIDS des Meeres”. Außer vielleicht, daß sich der sinnende Rudergänger im Wissen um die fluorisziernde Schöne unterm Kiel besorgt Gedanken machen könnte: nach den chemischen Verschmutzungen des Mittelmeers nun noch eine biologische Verseuchung, die man ebenfalls dem Menschen zuschreibt, und deren Folgen momentan noch vollkommen unabsehbar sind. Wird die Taxifolia langfristig alles andere Leben unter ihrem herrlichen grünen Mantel verschwinden lassen, oder wird das Ökosystem ein neues Gleichgewicht finden? Erst die Zukunft wird zeigen, ob das geschundene Mittelmeer die “grüne Pest” besser verträgt als Öllachen!
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Informationen und Hotline des “LIFE”-Programmes:
Professeur Meinesz - Laboratoire Environnement Marin Littoral
Université de Nice-Sophia Antipolis, Parc Valrose, F-06108 Nice cedex 2, FRANKREICH
Tel. (00 33) 492 07 68 46 Fax: (00 33) 492 07 68 49
E-Mail: meinesz@hermes.unice.fr http://www.unice.fr/LEML
Buch:
Alexandre Meinesz: “Le roman noir de l’algue ‘tueuse’” - Caulerpa taxifolia contre la Méditerranée ISBN 2-7011-2077-5, 320 Seiten, 130,-FF, erschienen im März 1997 in den Editions Bélin, 8, rue Férou, F-75006 Paris, FRANKREICH,
Fax (00 33) 143 25 18 29