|
Alle Farben der Karibik: ein Törn durch die Kleinen Antillen Von Sascha Burkhardt, alle Rechte vorbehalten
|
||||||||
|
Auf St. Martin ist vor allem der französische Nordteil interessant. Im Gegensatz zum holländischen Süden sind hier keine großen Hotelkomplexe entstanden: kleine Hütten und Häuser dominieren, es geht gemütlicher zu. Die Mischung aus Karibikküche und französischer Cuisine macht Restaurantbesuche zu Gastro-Highlights. Alljährlich findet im März (3. bis 5. März 2000) die große Heineken Regatta statt, dann steht die Insel Kopf. Baie de Marigot Die große Bucht vor der Hauptstadt des französischen Teils bietet einen sicheren Ankerplatz. An der Handelspier legen Fracht- und Passagierschiffe an, und Fischer tuckern zu ihren Liegeplätzen. Die modernen und properen Restaurants und Bars des kleinen Orts entsprechen kontinentalem Standard. Der Obst- und Gemüsemarkt ist ein Erlebnis. Südlich von Marigot liegt die Simson-Bay, diese rundum geschlossene Lagune mit hübschem Yacht-club ist nur bei Öffnung der Hebebrücken zugänglich. Tip auf dem Wasser: das Restaurant Boathouse. Charterfirma: Sunsail (Port La Royale in der Lagune). Anse Marcel Eine schöne Ankerstelle sowie eine gut geschützte Marina. Alle wichtigen Dienstleistungen sind vorhanden.Charterfirmen: VPM, Stardust, Tropical Yacht Service. Great Bay Die Bucht bietet guten Schutz sowie eine Marina. Philipsburg: In den Duty-Free-Shops lauern die Händler wie Spinnen auf ihre Beute, die vor allem aus amerikanischen Kreuzfahrttouristen besteht. Im St. Martin Yacht Club sind Gäste herzlich willkommen. Karibische Musik und Tanz im Greenhaus (Bobby‘s Marina), super Frühstück bei Chesterfields mit Blick aufs Wasser (Great Bay Marina). Tip: Pasanggrahan Inn, ein wunderschönes Gästehaus im Kolonialstil am weißen Strand, im Internet unter www.gobeach.com/pasang.htm Oyster Pond Eine sehr sichere, kleine Ankerbucht. Die Marina bietet eine angenehme und perfekt organisierte Ausgangsbasis für Charterfirmen. Tip: Einen Ti’Punch in der netten Bar direkt am Kai trinken. Man darf dort selber mischen, und die Atmosphäre ist Klasse! Allerdings nicht übertreiben! Die Passage durch das Riff erfordert mit seinen heimtückischen Korallenstöcken etwas Konzentration. Charterfirmen: Moorings, Sun Yacht Charter. Orient Bay Die weitläufige Orient Bay ist eine der schönsten und wildesten Buchten von St. Martin. Zwei Möglichkeiten bieten sich: an der Insel Pinel im Norden und bei Caye Verte im Süden. Allerdings ist die Ansteuerung der verschiedenen Ankermöglichkeiten nicht ganz einfach. Dafür ist hier weniger los, und die Schnorchelspots sind gut. Tip: Ausgezeichnetes Essen und gut gekühlten Wein muß man einfach probieren in den kleinen Strandbars. Tintamarre Island Die Ankerplätze im Westen sind nur tagsüber zu empfehlen. Hier findet man einen herrlich weißen Sandstrand und exzellente Schnorchelmöglichkeiten.
Das St. Tropez der französischen Antillen. Eine kleine Insel, wo der Jet-Set zu Hause ist. Man könnte sich in Europa wähnen! Ile Fourche Das kahle Felseneiland liegt zwischen St. Martin und St. Barthélemy. Die tief eingeschnittene Bucht bietet einen hervorragenden Ankerplatz bei Passatwinden. Die Insel ist vollkommen unbewohnt.
Baie de Colombier Neben Gustavia die einzige vernünftige Ankerbucht. Ein sehr ruhiger Ankerplatz abseits des Rummels von Gustavia. Gustavia Geschützter Naturhafen mit Ankerplatz und Marina. Eine große Zahl von Dauergästen liegt ständig an Bojen. Daneben gibt es Ankermöglichkeiten für Durchreisende. Auch fürs Ankern muß eine Gebühr entrichtet werden. Die Plätze am Kai im Hafen sind preisgünstig. Natürlich ist der Hafen nicht gerade leise, hier macht man mitten in der „festlichen“ Zivilisation fest! Auch in der Ankerbucht ist ständig was los: Unzählige Dingis brausen bis spät in die Nacht hin und her. Aber der Besuch von Gustavia lohnt auf jeden Fall! Statia gehört zu den niederländischen Antillen. Eine arme Insel, deren Haupteinnahmequelle aus einem versteckt gelegenen Ölterminal besteht. Oranjebai Die sehr offene Bucht Oranjebai direkt zu Füßen des Ortes Oranjestad bietet den einzigen möglichen Ankerplatz der Insel. Allerdings steht der Schwell fast immer hier hinein. Das Beiboot muß auf jeden Fall ins Wasser, an der Pier kann in der Regel nicht mit der Yacht angelegt werden. Trotz der beschränkten Ankermöglichkeiten ist das Inselchen auf jeden Fall einen Besuch wert – man hat das Gefühl, am Ende der Welt angekommen zu sein. Selbst der Tourismus scheint kaum hierher gedrungen zu sein, einige wenige Hotels beherbergen vor allem Tauchsportler. Weiterer (und letzter) touristischer Anziehungspunkt: Die Wanderung in den erloschenen Vulkankrater mit seiner erstaunlich üppigen Dschungelvegetation. Die Bevölkerung ist recht arm, und es ist schwierig, sich der Dienstleistungsangebote im Hafen zu erwehren, die Männer schlagen sich fast um die Festmacherleinen der Yacht oder des Dingis. Von den Bergen stürzen oft erstaunlich kräftige Fallböen hinunter. Basse-Terre In Basse-Terre gibt es neuerdings eine kleine Marina. Allerdings muß man zum Einklarieren in den Handelshafen am östlichsten Ende der Basseterre Bay. In der interessanten Stadt werden Sie von den Taxifahrern mit ihrem Angebot regelrecht überfallen. Geankert werden kann sowohl im West- als auch im Ostteil der Bucht. Im Osten ist es ruhiger. Charlestown, Nevis
Ankermöglichkeit in der Nähe der Pier. Die Pier selber ist wegen des Schwells nicht zum Anlegen geeignet. Ein kleiner Stadtbummel in Charlestown lohnt sich, auch wenn das Örtchen noch ärmer wirkt als Basseterre. Der besondere Clou von Nevis ist der lange palmengesäumte Sandstrand etwas nördlich von Charlestown.
Die Insel ist vor allem bekannt durch die Vulkankatastrophe, bei der Plymouth vollkommen unbewohnbar wurde. Außer „Katastrophentourismus“ ist auf Montserrat nicht mehr viel zu machen. Die beiden Ankerplätze Carrs Bay und Old Road Bay (auf halbem Weg zwischen Ply-mouth und Carrs Bay) sind zudem sehr ungeschützt. Das verwüstete Plymouth verbietet sich für Übernachtungen wegen der Lage im Lee des Vulkans. Der riesige Schmetterling im karibischen Meer stellt ein französisches Departement dar. Lebensstandard und Versorgungsmöglichkeiten sind dementsprechend hoch.Die felsige Westküste ist am interessantesten: Hier stürzt sich die Soufrière von 1.500 Meter Höhe ins Meer, und große Hotelkomplexe wie im Ostteil der Insel gibt es nicht. Statt dessen gruppieren sich in den Örtchen kleine Hütten um die Kirchtürme. Schwarzer Vulkansand wechselt sich mit hellem Korallenstaub ab. Ankerstellen sind, an der Länge der Küstenlinie ge-messen, sehr rar, kurze Besuche der Insel beschränken sich in der Regel auf die Westküste. Anse Dehaies Die Anse Dehaies eignet sich hervorragend als Anlandeort. Hier kann auch einklariert werden. Die Hänge oberhalb des kleinen Ortes sind von einer üppigen Vegetation bewachsen. Die Ankerbucht gilt als eine der schönsten von Guadeloupe. Ilets à Goyaves (Ilets Pigeon) Bei der Pointe Malendure liegen die Ilets Pigeon oder Ilets à Goyaves; sie stellen das Naturschutzreservat Commandant Cousteau dar. An den Inseln ist Ankern streng verboten, in der Bucht hingegen kann geankert werden. Absoluter Tip: Die Tauchschule Les Heures Saines über UKW Kanal 73 anrufen. Sie werden dann mit dem Motorboot für eine Tauchtaufe abgeholt, die Ausrüstung wird gestellt, ein erfahrener Lehrer begleitet Sie. Ein Tauchgang in diesem geschützten Unterwasserreservat ist unvergeßlich: Man hat das Gefühl, in einem Aquarium zu schwimmen! Anse à la Barque Gut geschützter und netter Ankerplatz, aber etwas laut: Die Straße führt direkt daran vorbei. Die Ansteuerung nachts ist dank Leuchtfeuern möglich. Marina Rivière Sens Die Marina liegt keine zwei Meilen südöstlich von Basseterre. Der kleine Hafen am Fuße der Soufrière stellt die einzige Möglichkeit zu einem technischen Halt an der Westküste dar. Auch an der Südostküste gibt es dann meilenweit keine vernünftigen Ankerbuchten, ge-schweige denn Häfen. Die Marina bietet einen hervorragenden Ausgangspunkt für Landbesuche: Der Vulkangipfel der Soufrière sowie die berühmten Carbet-Wasserfälle sind nicht weit, und nördlich des Ortes Capesterre (25 km, zum Beispiel mit dem Bus) kann man einen hinduistischen Tempel und die Bananenplantage Grand Café besichtigen. Marina du Bas du Fort Hier bei Pointe-à-Pitre läuft alle vier Jahre die Route du Rhum ein. Eine riesige Marina mit allen erdenklichen Serviceleistungen. Nur schön ist es am Rande der Großstadt Pointe-à-Pitre nicht gerade. Viele Charterfirmen unterhalten hier einen Stützpunkt: Stardust, Tropical Yacht Service, Sunsail, VPM.
Auch wenn man hier kaum schneeweiße Strände findet, stellt die kleine Inselgruppe, einen Steinwurf von Guadeloupe entfernt, eines der schönsten Ziele der Gegend dar. Ilet à Cabrit Eine gute Idee, wenn Sie abseits des Rummels von Bourg des Saintes et-was ruhigerer liegen wollen Le Bourg des Saintes Das kleine malerische Örtchen ist quirlig wie ein bretonischer Urlaubsort. In den schnuckeligen und sauberen Häuschen sind unzählige Boutiquen und Restaurants untergebracht. Das Fort mit seinen freilaufenden Leguanen (Vorsicht, die beißen und schlagen mit dem Schwanz!) kann man gegen Eintritt und nach einem schweißtreibenden Aufstieg ebenfalls besuchen. Alternativ kann man auch einen Roller mieten und durch das kleine Eiland düsen. Die Ankerplätze vorm Ort sind überbelegt und zudem recht tief. Baie de Marigot In dieser Ankerbucht ist gleich viel weniger los. Vorsicht vor den Riffen am Ende der Bucht. Die Werft am Motorboothafen bietet trotz gegenteiliger Meldungen kein Trinkwasser. Von dieser Bucht aus kann man schnell zurück nach Bourg gelangen: Mit dem Dingi am Strand an-landen und einen kurzen Fußmarsch unternehmen. Baie de Pont-Pierre Ein kleiner Geheimtip: Nach einer sehr vorsichtigen Einfahrt zwischen den Riffen tut sich hier eine herr-liche Bucht auf, die trotz ihrer Lage Schutz vor Schwell bietet. Am Ende der Bucht findet sich ein schöner palmengesäumter Sandstrand. Die Schnorchelbedingungen sind exzellent, und auch von hier kann man schnell über einen breiten Landweg ins Highlife von Bourg gelangen.
|
||||||||